Extends the existing ATLAS/OWASP/EU-AI-Act compliance module with three new control-framework mappers (NIS2 Art. 21(2), ISO/IEC 27001 Annex A, SOC 2 Trust Services Criteria), each honestly marking what ShieldX covers vs. what remains an organizational/legal gap. ComplianceRobot aggregates all four frameworks into a single prioritized, owned action plan. EUAIActAgent adds active workflows on top of the existing static reporter: Art. 6/Annex III risk pre-screening, Annex IV technical documentation scaffolding, Art. 72 post-market monitoring plan, and the corrected 2027/2028 enforcement timeline. Adds docs/flexoptix-os/ — a broader consolidation concept covering the current state (Magatama/ShieldX, EO Global Pulse), target architecture for BEO (LibreChat/Presidio-based), a Transceiver Intelligence Platform architecture recommendation, and RunWork OS externalization strategy, grounded in adversarially-verified research citations.
7.1 KiB
Qualitätsmanagement, Compliance-Robot und EU-AI-Act-Agent
Das war dein expliziter Nachtrag: "Qualitätsmanagement, Compliance und EU AI Act Implementierung innerhalb der Firma, innerhalb des Systems, ein Roboter mit Ansagen, was wir zu machen haben, um compliant zu werden — NIS2, SOC 2, ISO 27001 — und ein separater Roboter für EU AI Act."
Das ist der einzige Teil dieses Konzepts, der bereits als lauffähiger, getesteter Code
in diesem Branch existiert (nicht nur als Plan) — weil Magatama/ShieldX bereits ein
Compliance-Modul hatte (src/compliance/: ATLASMapper, OWASPMapper, EUAIActReporter,
ReportGenerator), an das sich die neuen Bausteine sauber anschließen ließen.
Was neu hinzugefügt wurde
| Datei | Rolle |
|---|---|
src/compliance/NIS2Mapper.ts |
Bildet die 10 Risikomanagement-Maßnahmen aus NIS2 Art. 21(2)(a)–(j) auf ShieldX-Fähigkeiten ab |
src/compliance/ISO27001Mapper.ts |
Bildet eine repräsentative Auswahl von ISO/IEC-27001:2022-Annex-A-Controls ab (technologisch/organisatorisch/Personen/physisch) |
src/compliance/SOC2Mapper.ts |
Bildet SOC-2-Trust-Services-Kriterien ab (Security/Confidentiality/Processing Integrity/Availability/Privacy) |
src/compliance/ComplianceRobot.ts |
Der "Compliance-Robot" — aggregiert alle drei Mapper + EU-AI-Act-Report zu einem priorisierten, verantwortlichkeitszugewiesenen Aktionsplan |
src/compliance/EUAIActAgent.ts |
Der "EU-AI-Act-Agent" — Risikoklassifizierung (Art. 6/Annex III), Annex-IV-Dokumentationsgerüst, Art.-72-Post-Market-Monitoring-Plan |
src/types/compliance.ts |
Erweitert um alle neuen Typen |
Alle Module folgen exakt dem bestehenden Code-Stil (TypeScript strict, Object.freeze,
JSDoc auf jeder public Methode, keine rohen Nutzerdaten). 5 neue Testdateien
(tests/unit/compliance/*.test.ts) decken die neuen Module ab — 46 neue Tests, alle grün,
Gesamt-Testsuite 411/411 bestanden.
Warum ehrlich über Lücken statt Grün-Färben
Jeder Mapper markiert explizit, was ShieldX nicht abdeckt — nach demselben Prinzip wie die bereits bestehende EU-AI-Act-Dokumentation ("ShieldX is not a legal compliance tool"). Beispiele:
- NIS2 Art. 21.2.j (MFA, sichere Kommunikation):
implemented: false— ShieldX hat keine eigene Auth-Schicht; das muss die umgebende Anwendung liefern (NextAuth, IdP, ...). - NIS2 Art. 21.2.i (HR-Sicherheit, Access Control, Asset Management):
implemented: false— Organisationsthema, kein Software-Thema. - ISO 27001 A.7.1 (physische Sicherheitszonen):
implemented: false— ShieldX ist reine Software ohne physischen Fußabdruck. - SOC 2 A1.2 (Verfügbarkeit/Backup/Recovery):
implemented: false— Infrastrukturthema (Hosting, Failover), nicht Bibliotheksthema. - SOC 2 P1.1 (Datenschutzhinweise/Einwilligung):
implemented: false— Rechtsthema.
Das ist bewusst so gebaut: Ein "Compliance-Robot", der 100 % Abdeckung behauptet, wo Magatama technisch gar nicht zuständig sein kann, wäre irreführend und würde bei einem echten Audit auffliegen. Der Wert liegt darin, präzise zu zeigen, was durch Magatama bereits erledigt ist (Vorfall-Behandlung, Lieferketten-Prüfung, Logging, Verschlüsselungs- Verifikation, Monitoring — das ist ein erstaunlich großer Teil!) und was explizit an Management/Legal/Engineering zurückgespielt werden muss.
Der Compliance-Robot in Aktion
import { ComplianceRobot } from '@shieldx/core/compliance'
const robot = new ComplianceRobot()
const assessment = robot.assess(currentLearningStats)
// assessment.overallReadiness → { nis2: 0.6, iso27001: 0.85, soc2: 0.8, eu_ai_act: 0.8 }
// assessment.actionPlan → sortiert nach Priorität, z.B.:
// { framework: 'nis2', controlId: 'NIS2.Art21.2.j', priority: 'high',
// owner: 'engineering', recommendation: 'ShieldX hat keine eigene Auth-Schicht...' }
Dieser Aufruf lässt sich zeitgesteuert (z. B. wöchentlich, analog zum bestehenden
generateComplianceReport-Muster) in ein Dashboard einspeisen — genau das Cockpit, das du
für das Management wolltest.
Der EU-AI-Act-Agent: die wichtigste Korrektur zuerst
Die Hochrisiko-Pflichten aus Annex III wurden von der EU-Kommission verschoben — nicht
mehr 2. August 2026, sondern 2. Dezember 2027 für eigenständige Hochrisiko-KI-Systeme,
und 2. August 2028 für Hochrisiko-Systeme, die in Annex-I-regulierte Produkte
eingebettet sind. Das steht jetzt maschinenlesbar im Code (EU_AI_ACT_TIMELINE in
EUAIActAgent.ts), damit diese Frist nicht versehentlich mit dem alten (falschen) Datum
in Planungen landet. Wichtig: Diese Verschiebung war zum Zeitpunkt der Recherche
(Draft-Guidance, offen für Stakeholder-Feedback bis 23. Juni 2026) noch nicht final — vor
einer Fristenplanung im AI Act Service Desk gegenprüfen.
Der EUAIActAgent bietet drei Funktionen, die über das bestehende reine Reporting
hinausgehen:
classifyRisk(deploymentContext)— Stichwort-basierte Vorprüfung, ob ein LLM-System in eine Annex-III-Hochrisikokategorie fällt (Biometrie, kritische Infrastruktur, Bildung, Beschäftigung, Strafverfolgung, Migration/Grenzschutz, Justiz) oder gar eine nach Art. 5 verbotene Praxis berührt (Social Scoring, subliminale Manipulation). Das ist explizit keine Rechtsberatung — jedes Ergebnis trägtrequiresLegalReview: true.generateAnnexIVDocumentation(stats)— erzeugt die technischen Felder der Annex-IV-Dokumentation (Risikomanagement, Logging, Human Oversight, Genauigkeit/ Robustheit/Cybersicherheit) aus echten ShieldX-Betriebsdaten und listet separat auf, welche der ca. 47 Annex-IV-Felder zwingend juristischen/geschäftlichen Input brauchen (Anbieteridentität, Inverkehrbringungs-Kanäle, Konformitätsbewertungsverfahren).generatePostMarketMonitoringPlan(stats)— Art.-72-Plan, der auf real existierende ShieldX-Mechanismen verweist (Drift-Erkennung, aktives Lernen, Red-Team-Selbsttests), statt einen generischen Prozess zu erfinden.
Fraunhofer IAIS AI Assessment Catalog — Einordnung
Der "AI Assessment Catalog" von Fraunhofer IAIS wurde recherchiert, weil er ein
naheliegendes Vorbild für strukturierte KI-Bewertung ist. Wichtige Klarstellung: Er ist
kein harmonisierter Standard und ersetzt kein offizielles Konformitätsbewertungsverfahren
nach EU AI Act — er ist ein Entwicklungsleitfaden mit 6 Vertrauenswürdigkeits-Dimensionen.
Nützlich als Design-Input für zukünftige EUAIActAgent-Erweiterungen, aber nicht als
Compliance-Abkürzung zu verkaufen.
Qualitätsmanagement — Anschlussstelle
Das im Auftrag erwähnte "Qualitätsmanagement" fügt sich technisch dort ein, wo
ComplianceReport.coverageScore und ComplianceRobotAssessment.overallReadiness bereits
Kennzahlen liefern: Ein QM-Cockpit im Flexoptix-OS-Dashboard kann pro Fachtool (BEO, Fossy,
Lupo, BIO) denselben ComplianceRobot instanziieren (sobald diese Tools ebenfalls über
die Magatama-Middleware laufen) und die Werte nebeneinander darstellen — das liefert die
"komplette Transparenz des Unternehmens", die als Ziel genannt wurde, ohne dass jedes
Fachtool eigene QM-Logik bauen muss.